Schule Zollikofen

Das Projekt basiert auf der Idee mit der Erstellung der Neubauten. Damit werden genügend Nutzflächen bereitgestellt, um nachfolgend die Bestandsbauten einzeln vorübergehend stillzulegen und zu sanieren.
Die Organisation der Neubauten wird so ausgelegt, dass -nach deren Erstellung- der Schulbetrieb in seiner maximalen Kapazität aufgenommen werden könnte. Der kontinuierlich steigende Schulraumbedarf ermöglicht nach der Neubauerstellung nach wie vor eine Stilllegung und Sanierung der Bestandsbauten Haus für Haus. Der Schulbetrieb rochiert während der Sanierungsphase entsprechend.

Die campusartige Schulanlage ermöglicht grundsätzlich eine freie, zeitlich unabhängige Umsetzung der Sanierungsmassnahmen an den Bestandsbauten. Die Sanierungsabfolge der Häuser kann somit auf den schulbetrieblichen Bedürfnissen abgestimmt werden. Sinnvollerweise erfolgen die Anpassungen im Bereich 
Höfli und Hauptzugang initial. Damit werden die aussenräumlichen Beziehungen bereits in früher Phase etabliert. Nach Abschluss der einzelnen Sanierungsphasen werden die im jeweiligen Bauperimeter gelegenen Aussenflächen fertiggestellt.
Mit der Sanierungsphase der Bestandsbauten wird empfohlen, ebenso deren Nutzungseinlagerung so zu bereinigen, dass mit Abschluss der Sanierungsarbeiten das vorliegende Zielbild der Nutzung erreicht ist.

Mit der moderaten Neugestaltung der Freiräume wird die Schulanlage künftig einladender und durchlässiger. Ergänzend zu den bestehenden, grossen funktionalen Qualitäten entstehen vermehrt ökologische sowie nutzungsoffene Nischen und vielfältige Aufenthaltsorte. Das Prinzip der «Effizienz der eingesetzten Mittel» gilt auch im Freiraum. Bestehende, gut nutzbare Elemente bleiben unangetastet, ausser es entsteht ein grosser Mehrwert für die Gesamtanlage. Die baulichen Eingriffe sollen zur Durchlässigkeit, Adressierung, Ökologie und vielfältigen Nutzbarkeit der Anlage beitragen.

WettbewerbPaul Heider 
Christian Lasser 
Anna Müller
Maxine Richter
Donat Senn
AuftraggeberGemeinde Zollikofen
ArchitekturGWJ Architektur 
Co. Architekten
KooperationOrt für Landschaft 
Synaxis 
Waldhauser + Hermann 
Play-time
VerfahrenProjektwettbewerb im selektiven Verfahren
SIA 416Schulhaus GF 1721 m2
Schulhaus Anbau GF 196 m2
Sporthaus GF 1181 m2
GV total 30’506 m3
Das neue Schulhaus. Der Holzbau mit Tiefparterre, Erdgeschoss und zwei Obergeschossen wird als ressourcenschonende, weitgehend vorgefertigte Konstruktion ausgeführt. Der Verzicht auf einen Unterkellerungsbau reduziert Aushub, graue Energie und Eingriffe in den Baugrund. Das geringe Eigengewicht der Decken hilft dabei, die Aufwände für die Gründung zu mini- mieren. Vorgesehen ist eine Flachfundation mit punktuellen Verstärkungen. Die vertikale Erschliessung wird in Ortbeton ausgeführt und gewährleistet damit einfache Lösungen im Brandschutz sowie die Aussteifung des Gebäudes. Alle übrigen tragenden und raumbildenden Elemente sind in Holz konzipiert.