Erweiterung Kantonsschule Wohlen

Die Kantonsschule Wohlen wird bis 2032 auf 55 Abteilungen erweitert, mit einer langfristigen Option auf 66. Im Rahmen eines offenen Wettbewerbs wurde ein kompaktes Campuskonzept gesucht, das die denkmalgeschützte Anlage von 1988 behutsam integriert. Die Planung berücksichtigte die Herausforderungen des laufenden Schulbetriebs und setzt auf eine effiziente Flächennutzung.

Das Projekt entwickelte einen architektonisch durchdachten Schulcampus, der sich sensibel in die bestehende Landschaft einfügen und gleichzeitig klare städtebauliche Akzente setzen sollte. 

Die Kantonsschule Wohlen ist kein Neubau auf der grünen Wiese. Sie ist ein gewachsener Ort – mit starken Räumen, vertrauten Wegen und einer Landschaft, die längst Teil des Schulalltags geworden ist.

Mit der anstehenden Erweiterung stellte sich nicht nur die Frage nach mehr Fläche, sondern nach der Zukunft des gesamten Campus:
Was funktioniert heute – und soll bleiben? 
Wo ist die Struktur unklar geworden? 
Und wie lernen wir morgen? 

Das Projekt versteht den Campus als lernende Struktur. Es stärkt das Bestehende, klärt die Orientierung und ergänzt dort, wo neue räumliche Antworten nötig sind. Aus einzelnen Gebäuden wird ein zusammenhängender Schulcampus – offen, flexibel und fest im Ort verankert.

ProjektwettbewerbJulien Brügger
Claudio Hollenstein
Antonia Immenkamp
Maxine Richter
Donat Senn
Linda Stoessel
AuftraggeberKanton Aargau
MandatGeneralplaner
Architektur/
Gesamtleitung/
GWJ Architektur
KooperationLüchinger Meyer
Eicher+Pauli 
Technik im Bau
Etron Engineering
Kopitsis
Drees & Sommer
Gruner 
Play-Time
Verfahreneinstufiges, offenes Verfahren für Projektwettbewerb mit GP
SIA 416GF 34‘700 m2
Gezielte Verdichtung schafft Ordnung im Bestand. Neue Baukörper und gefasste Freiräume klären Adressen, Wege und Übergänge und verbinden den Campus zu einem lesbaren Ganzen. Bestehende Gebäude und Pavillons bleiben erhalten und werden neu organisiert. Ergänzungen ermöglichen Orientierung und langfristige Entwicklung.
Die Nachhaltigkeit des Projekts basiert auf einer klaren konstruktiven und energetischen Logik. Ein modularer Holz-Hybridbau, ein effizientes Tragwerksraster und langlebige Materialien ermöglichen eine ressourcenschonende Bauweise sowie flexible Nutzung, Umnutzung und Erweiterung. Plusenergieerzeugung, natürlicher sommerlicher Wärmeschutz und eine energieeffiziente Gebäudetechnik reduzieren den Energiebedarf im Betrieb. Das Gebäude erfüllt die Anforderungen von Minergie-P, Minergie-A-ECO und SNBS-Platin.