Die neue Kantonsschule Rotkreuz versteht sich als zukunftsorientierter Lernort, der weit über die klassische Schulnutzung hinausgeht. Inspiriert vom vielseitigen «Fliewatüüt» – einem Gefährt, das fliegen, schwimmen und fahren kann – entsteht ein Gebäude, das Offenheit, Anpassungsfähigkeit und Innovation räumlich übersetzt. Die Architektur schafft einen flexiblen Rahmen für Lernen, Forschen, Arbeiten und Begegnung und kann sich an zukünftige pädagogische und gesellschaftliche Entwicklungen anpassen.
Das Raumkonzept basiert auf flexibel nutzbaren Lernclustern, die unterschiedliche Unterrichtsformen und gemeinschaftliches Arbeiten ermöglichen. Grosszügige Begegnungszonen sowie das offene Erdgeschoss mit Aula, Mensa und Forum bilden das soziale Zentrum der Schule und fördern den Austausch innerhalb der Schulgemeinschaft. Der Aussenraum wird als integraler Bestandteil des Lernumfelds verstanden und erweitert die Unterrichtsflächen ins Freie.
Nachhaltigkeit prägt den Entwurf auf allen Ebenen. Der ressourcenschonende Umgang mit Materialien, die Wiederverwendung bestehender Bauteile und die Schliessung lokaler Materialkreisläufe sind zentrale Bestandteile des Konzepts. Re-Use von Konstruktionselementen, die Wiederverwertung des Aushubs sowie eine klimaangepasste Bauweise reduzieren den ökologischen Fussabdruck und machen Nachhaltigkeit im Gebäude unmittelbar erlebbar. So entsteht eine identitätsstiftende Architektur, die räumliche Qualität, ökologische Verantwortung und zukunftsweisende Bildung zu einem ganzheitlichen Konzept verbindet.
Das Projekt qualifizierte sich unter 70 Teilnehmenden für die zweite Wettbewerbsrunde und gehörte dort zu den letzten 12 verbleibenden Teams.