Mit dem Projekt Edlematt entsteht auf der grössten Baulandreserve der Gemeinde ein städtebauliches Konzept, das einen behutsamen und zugleich identitätsstiftenden Zuwachs ermöglicht. Rund zehn Prozent der heutigen Bevölkerung könnten hier neuen Wohnraum finden – die Herausforderung liegt dabei weniger in der Dichte als in der Stimmigkeit der Setzung: Wie können neue Nachbarschaften entstehen, die den Ort ergänzen, ohne ihn zu überformen?
Ein durchgängiger Freiraum verbindet die Quartierteile mit dem Dorfkern, der Landschaft und dem benachbarten Quartier. Vegetation stiftet Identität: Eine Magerwiese unter einem Föhrenhain rahmt das Quartier, ein Regengarten bildet die Achse, Waldhöfe spenden Schatten und Atmosphäre.
Die Antwort liegt in der Strukturierung durch vier räumlich gefasste Teilbereiche – vier Cluster. Jedes dieser Cluster besteht aus einer lockeren Gruppe. Aus deren Kombination und Variation entstehen vielfältige räumliche Konstellationen: kleinteilige Höfe, aufgespannte Zwischenräume, offene Ränder und dichte Kerne. Diese Setzungen verdichten gezielt die Wegbeziehungen, schaffen Adressen und ermöglichen unmittelbare Begegnungen. Dabei bleiben sie durchlässig und unprätentiös – sie setzen Impulse, vergleichbar mit den Wellenringen eines Regentropfens auf ruhigem Wasser.