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Neubau Volksschule Goumoëns Bern

Die neue Volksschule im Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl schlägt die Brücke zwischen Wald und Quartier, eine der Hauptforderungen aus dem Quartier und dem Stadtrat. Das drei­flügelige Gebäude ist so auf dem Areal situiert, dass einer­seits die «Gumere-Matte» unverändert und der wertvolle Baumbestand bestmöglich erhalten bleibt. Die bestehenden Freiraum­quali­täten werden mit Orten und Nischen für Schüler oder Bewohnerinnen neu beschrieben und schaffen so eine Nutzer­transformation des bestehenden Naherholungs­gebietes für die Zukunft. Gegenüber dem Quartier und den Grün­flächen präsentiert sich das Gebäude als dreigeschossiger Pavillon­bau, welcher sich aufgrund seiner Mass­stäb­lichkeit selbstverständlich in den Kontext zu integrieren vermag.

In Bezug auf die Kreislauf- und Klimafragen soll diese Schulanlage für die Stadt neue Massstäbe setzen. So wird das Projekt den Standard Minergie-A-Eco erreichen und somit mehr Energie produzieren als verbrauchen. Der Neubau ist vollständig in Holz konstruiert und folgt dem Lowtec Prinzip. Dies ermöglicht eine klima- und ressourcenschonende Bauweise. Zudem zeigt der Entwurf eine zukunftstragende Struktur, um maximale Flexibilität für pädago­gischen Wandel zuzulassen. Weiter wird grossen Wert darauf­gelegt, die Naturwerte zu schützen sowie die Versie­gelung des Bodens auf ein Minimum zu re­duzieren.

Orientierung, kurze Wege und Sichtbezüge sind Grundsätze, welche im Projekt verankert sind. Die unterschiedlichen Funktionen im Erdgeschoss werden durch eine grosszügige, zweigeschossige Eingangshalle organisiert, wodurch der Bezug zu den Trep­penkörper entsteht. Das ermöglicht eine klare Weg­führung und rangiert den Fluss der Schüler zu den drei Lern­welten, die sich in den jeweiligen Clustern befinden. Identität und Aneig­nung ermöglichen zeitgemässes, selbst­organi­siertes Lernen, bieten Raum für Gemein­schaft oder schaffen Rückzugsorte – für Lernende wie auch Lehrende.

Zusammenarbeit

Auftraggeber Stadt Bern
   
Zusammenarbeit Chaves Biedermann, Solothurn
  Synaxis AG, Zürich
  eicher + pauli Bern AG
  Play-Time, Barcelona

Daten und Fakten

Verfahren offener Projektwettbewerb 2022
  1. Rang
GFo SIA 416 8‘105 m2
GVo SIA 416 31‘629 m3

Weitere Informationen

Vernissage Die 23 eingereichten Projekte stellt die Stadt zwischen 10. und 19. März im Untergeschoss der Volksschule Wankdorf öffentlich aus. Die Ausstellung ist werktags zwischen 17 und 19 Uhr, am Wochenende von 10 bis 12 Uhr offen.
Stadt Bern

Jurybericht
Publikation

«Die einfache, aber den­noch räumlich span­nungsvolle Struktur des Gebäudes erlaubt eine grosse Aneigenbarkeit und funktionale Wandelbarkeit.»

«Eine wichtige Grundhaltung im Entwurf war es, der hohen Bildung, so viel flexiblen Raum anzubieten, dass er unterstützend wird, komplexe Lerninhalte einfach vermitteln zu können.»

«Es ist die Verantwortung der Architektur, Räume anzubieten, welche für eine Identitätsbildung und das zeitgemässe Lernen bespielbar sind.»

«Der Baustoff Holz löst Fragen der Flexibilität, wie auch die der Ressourceneffizienz und CO2 Neutralität.»

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