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Entwicklung Marktgasse Bern

Wie sieht Bern hinter den Gassen­fronten der Altstadt aus, die als Weltkulturerbe gilt? Der Weg durch die neue Passage zeigt das System von Vorder- und Hinterhäusern, ein­drückliche Ein- und Ausblicke in Höfe, Durchgänge, Raumschichten. Men­schen stossen auf mal repräsentative, mal zufällige Situationen, welche den Reichtum der historischen Berner Altstadt in ihrer Vielfalt stimmungs­voll und verständlich abbilden.

Die Dichte des Projekts entsteht aus der Über­lagerung verschiedener Inhaltsebenen und Prioritäten. Die Marktgasslauben sind Teil des öffen­tlichen Raums. Sie zeichnen sich durch eine starke Identität als bauli­che und räumliche Gesamtheit aus und werden zu einem neuen Zentrum des Altstadtlebens. In der Topo­graphie der oberen Altstadt setzen die Marktgasslauben einen neuen räum­lichen Akzent. Hier ver­schmelzen die Erlebnisräume Marktgasse, Zeughausgasse und Waisenhausplatz.

Die erhaltenen baulichen Zeugen der Vergang­enheit werden sorgsam konserviert und in einen glaubwürdi­gen Kontext neu eingebettet. Was nicht authentisch ist, wird nicht als solches ausgegeben, sondern erzählt ruhig und ohne Polemik von der Geschichte. Das Projekt spürt die Themen des Orts auf, im Radius der Altstadt wie auch der Parzelle. Es stellt diese Themen interpretierend, mit neuen, starken Formen in den entsprechenden Sinnzusammenhang. Dabei wird nicht die historische Attitüde, sondern die bildliche Aus­sage­kraft gesucht. Das geräumige Einkaufszentrum, der Takeaway und das Migrosrestaurant sind funktional und unauf­dringlich ins Gesamte ein­gebettet und profitieren von der neugeschaffenen Erlebnis­welt, ohne dem Weltkulturerbe in Konkurrenz zu treten.

Zusammenarbeit

ArchitekturGWJ Architektur AG, Bern
DEGELO Architekten BSA SIA AG, Basel
BauingenieurKissling + Zbinden AG, Bern
Hartenbach&Wenger AG, Bern
ArchitekturhistorikerChristoph Schläppi, Bern
VisualisierungPlay-Time, Barcelona

Daten und Fakten

VerfahrenProjektentwicklung
 Studienauftrag 2017
 5 Teams
  
AuftraggeberGenossenschaft Migros Aare
 Schönbühl
GF25'900 m2
GV92'500 m3

«Die erhaltenen baulichen Zeugen der Vergangenheit werden sorgsam konser­viert und in einen glaubwürdigen Kontext neu eingebettet.»

«Mit neuen räumlichen Bezügen wird die Nachbarschaft aktiviert und die Bevölkerung mit einer unerwarteten Sichtweise auf die Altstadt überrascht.»

«Das Projekt arbeitet assoziativ mit Themen, Motiven und typo­logischen Ansätzen, welche bereits die bestehende Berner Altstadt ausmachen.»

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